ZUM LEBEN KEINE ZEIT

Unser Alltag besteht größtenteils aus Verpflichtungen und To Dos, die uns und unser Leben bestimmen. Wir laufen wie ferngesteuerte Roboter durch die Welt, um eifrig jeden Punkt nach dem anderen auf unserer Liste abzuhaken und am Ende des Tages womöglich noch unzufrieden ins Bett zu gehen, da man sich mal wieder viel zu viel vorgenommen hat. Besteht die Zeit zum echten Leben denn nur noch aus den wenigen Urlaubstagen, die im Arbeitsvertrag gesetzlich festgeschrieben sind? Arbeiten wir nur auf die Rente hin, um womöglich dann das Leben so richtig genießen zu können? Wenn wir alt sind und uns nicht mehr alle Türen offen stehen? Haben wir zum Leben keine Zeit?!

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Der Satz „Ich habe leider keine Zeit.“ ist mir in den letzten Wochen viel zu oft über die Lippen gerutscht. Keine Zeit für das Telefonat mit der Mutter, keine Zeit für ein Sushi-Date mit der Freundin und auch keine Zeit für mich selbst. Ich dachte, es wäre nur eine Phase. Eine Phase die bereits eine Zeit lang anhält und wenn ich nicht die Reißleine ziehe, womöglich immer gegenwärtig bleiben und mir irgendwann leid tun würde.

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Ich vermisse die Tage, an denen alles einfacher zu sein schien. Die Tage an denen man von der Schule nach Hause kam, sich unbeschwert mit Freunden traf und zum Abendessen erst wieder heimkehrte, um sich auf den nächsten Tag vorzubereiten. Ein perfekter Ausgleich zwischen Pflicht und Freizeit.

Haben wir verlernt, Prioritäten zu setzen oder können wir einfach nicht mehr sinnvoll mit unserer Zeit umgehen?

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Wahrscheinlich ist es ein bisschen von beidem. Um der Sache entgegenzuwirken, habe ich mir neulich eine Pro- und Kontra-Liste zusammengestellt, auf der ich all die Dinge handschriftlich notierte, die auf der einen Seite erledigt werden müssen und auf der anderen Seite all die Dinge, die für mich Freizeit bedeuten.

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Diese Liste hängt nun neben meinem Laptop, so dass ich gezwungen bin, sie ständig vor Augen zu haben. Ein Punkt auf meiner Pro-Seite ist bspw. Sport. Ein wichtiger Punkt, der in letzter Zeit absolut vernachlässigt wurde und nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut tut.

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Ich habe festgestellt, dass es sich mit festgesetzten Zielen viel besser arbeiten lässt und somit eine ausgewogenere Balance hergestellt werden kann. Weiß ich bspw., dass ich um 17 Uhr zum Fitnesskurs möchte, ist der Antrieb, die zuvor zu erledigende Aufgabe zu Ende zu bringen, eindeutig größer, als ohne Zielsetzung. Am Ende des Tages habe ich mehr geschafft und gehe mit einem besseren Gefühl ins Bett, meine Pflicht erfüllt zu haben, aber auch mir und meinem Körper etwas Gutes getan zu haben.

Habt ihr auch Methoden, um nicht im Alltag unter zu gehen? Ich freue mich auf eure Tipps und Gedanken zu diesem Thema.

Euer Julchen ♥

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16 Comments

  • Luise
    Posted 15/07/2016

    Ein unheimlich interessantes Thema, mit dem ich mich die letzten Wochen auch schon mehrfach auseinander gesetzt habe. Ich habe mir vorgenommen viel häufiger zu Verabredungen oder kleinen Unternehmungen Ja zu sagen, als 10mal darüber nachzudenken, was alles dagegen spricht und ob ich stattdessen 2 To-do´s auf meiner Liste abhaken könnte. Wir leben alle im Jetzt und sollten uns das viel öfter vor Augen führen, denn vom 2 stündigen Lunch mit der Freundin, wird meine To-Do Liste auch nicht wesentlich länger und man kann danach wieder mit neuer Energie weiterarbeiten.

    Liebe Grüße
    Luise | http://www.just-myself.com

    • Stylingliebe
      Posted 21/07/2016

      Liebe Luise, da sprichst du mir aus der Seele. Ich denke auch, dass man Verabredungen viel öfter wahrnehmen und seine sozialen Kontakte im real life pflegen sollte. Auch ich habe festgestellt, dass ich im Anschluss wieder mehr Energie für andere Dinge habe oder sogar im Vorfeld effektiver arbeite, da ich ein zeitlich festgesetztes Ziel vor Augen habe.

      Lass´es dir gut gehen und alles Liebe für dich!
      Julia

  • Tess
    Posted 15/07/2016

    Sehr guter Beitrag! Ich weiß nur zu gut was du meinst. Ich arbeite mit einer 41 Stunden Woche + habe einen Blog + studiere Psychologie. Ich finde es oft schon schwierig diese Dinge unter einen Hut zu bringen geschweige denn Sport und Freizeit. Mein einziger Trick: Ich nutze oft die Bahn statt das Auto. Da kann ich schon was für die Uni lesen. Das spare ich dann nachher an Zeit wieder ein.

    Liebe Grüße
    Tess

    http://www.tessis-world.com

    • Stylingliebe
      Posted 21/07/2016

      Wow! Ich ziehe wirklich meinen Hut vor dir, dass du neben deinem Job und Studium auch noch einen Blog zu betreiben. Wahnsinn! Wer etwas erreichen will, muss natürlich auch etwas dafür tun und das hast du in jedem Fall verstanden. Zum Glück ist dein Studium zeitlich absehbar, so dass es danach hoffentlich etwas ruhiger wird. Der Tipp, die Zeit in der Bahn effektiv zu nutzen ist super und wende ich auch oft an, um bspw. ganz in Ruhe Wahtsapps zu schreiben.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und alles alles Gute liebe Tess!
      Julia

  • Tina
    Posted 15/07/2016

    Liebes, du sprichst genau das an, was mir in letzter Zeit auch immer öfter durch den Kopf geht. Arbeitet man nur tagein tagaus, um sich auf die wenigen Wochen im jahr zu freuen, an denen man Urlaub hat? Bzw. rackert man 5 Tage die Woche, um sich ununterbrochen auf das Wochenende zu freuen, dass dann eh zu kurz ist, um alles zu erledigen, was man sich vorgenommen hat plus noch etwas Schönes zu unternehmen?!
    Definitiv eines der Themen, das mich zur Zeit auch sehr beschäftigt und wohl auch die Frage, ob man tatsächlich Erfüllung in seinem Job finden kann, oder ob dies eher Wunschvorstellung ist…

    Was mir definitiv hilft, sind bestimmte Rituale (z.B. immer donnerstags 18 Uhr Fitnesskurs), damit man sie im Auge behält. Und – ganz wichtig – sich auch mal nichts vornehmen. Am Abend oder am Wochenende, einfach generell mal „blau machen“ und gucken was passiert 🙂 Geist und Körper brauchen manchmal eben auch einfache eine Pause… von daher: ein schönes Wochenende dir 🙂

    xxx Tina
    http://styleappetite.com

    • Stylingliebe
      Posted 21/07/2016

      Liebe Tina, vielen Dank für dein schönes Kommentar und deine ehrlichen Worte. Ich denke, damit können sich viele Menschen identifizieren. Als ich damals noch als Angestellte arbeitete, ging es mir ganz ähnlich. Um die Erfüllung im Job zu finden, müssen in jedem Fall einige wichtige Faktoren passen, so dass sich die eigentliche Arbeit kaum noch wie Arbeit anfühlt. Leichter gesagt, als getan. Ich bin jedoch der Meinung, dass man in jedem Fall etwas ändern und sich beruflich umorientieren sollte, wenn man nicht zufrieden ist. Schließlich haben wir nur dieses eine Leben und verbringen diesem eben fast zur Hälfte auf/mit der Arbeit. Deine Rituale finde ich übrigens super! Sport hilft mir auch sehr beim Abschalten und die Wochenenden einfach mal ran kommen lassen, entspannen ungemein.

      Viele Liebe Grüße und alles Gute für dich!
      Julia

  • Josephine
    Posted 17/07/2016

    So true, so true Liebes! Diese Gedanken schwirren mir auch tagtäglich im Kopf herum.. aber „schön“ zu wissen, dass man damit nicht alleine ist. Und noch besser, dass das auch nicht anders ausschaut, wenn man selbstständig ist, so wie du. Ich glaube wir müssen tatsächlich unsere Zeit einfach besser einteilen & Prios setzen, das ist das wichtigste.

    Drück dich! x
    http://littlediscoverygirl.de

    • Stylingliebe
      Posted 21/07/2016

      Das denke ich auch Liebes, letztendlich liegt es allein bei einem selbst, wie man seine Zeit effektiv nutzt und einteilt. Das erfordert Disziplin und Organisationstalent und ist oft gar nicht so einfach. Doch lieber gehe ich mit einem guten Gefühl schlafen, als mich schon wieder über mich selbst zu ärgern, weil ich hier und da für belanglose Dinge zu viel Zeit verplämpert habe.

      Fühl dich fest gedrückt und bis hoffentlich ganz bald!
      Julia

  • Corinna
    Posted 19/07/2016

    Hach ja, das Gefühl kenn ich. Ist irgendwie das Mantra unserer Generation, oder? Und das find ich fast ein wenig traurig; ich habe auch gerade erst darüber geschrieben im Zusammenhang mit dem Film „ein ganzes halbes Jahr“. Warum muss man erst todkrank oder in Rente sein, damit man realisiert, dass man seine Zeit so viel besser nutzen könnte? Ich hab mir jedenfalls vorgenommen, öfters zu Verabredungen zu gehen, schöne Dinge zu unternehmen und dafür vielleicht bei den „Erledigungen“ und faulen Abenden etwas kürzer zu treten. Am Ende lebt man ja nur einmal, richtig? Und daraus will ich was machen! 🙂

    Alles Liebe,
    Corinna
    http://www.kissenundkarma.de

    • Stylingliebe
      Posted 21/07/2016

      Dein Bericht klingt auch super interessant, da muss ich bei Gelegenheit unbedingt mal vorbei schauen! Du hast absolut Recht, oft muss erst etwas Einschneidendes im Leben passieren, bevor man zum Umdenken gezwungen wird. Dein Vorhaben finde ich großartig und auch ich habe mir genau diese Dinge für die Zukunft fest vorgenommen.

      Alles Liebe & Gute
      Julia

  • Biene
    Posted 19/07/2016

    gerade im Sommer habe ich viel mehr das Gefühl, nur auf der Arbeit zu hocken und gar nicht mehr richtig zu leben. Draußen knallt die Sonne, Leute tanken Energie und gute Laune – und ich hänge vor dem blauen Flimmerbildschirm des PCs.

    Ich bin aber immer auch etwas zu sehr vom Tatendrang gesteuert, dass immer bloß viel schon mal erledigt ist. Ich gucke mir aber immer mehr von meinem Freund ab, alle fünfe gerade sein zu lassen. Nichtstun ist nämlich auch ein ganz wichtiges To-Do 🙂

    LG Biene
    http://lettersandbeads.de

    • Stylingliebe
      Posted 21/07/2016

      Hallo liebe Biene, ich kann dich absolut verstehen. Super, dass dein Freund dich auch mal zum „Chill-Mood“ überredet – ihr ergänzt euch sicherlich gut. Nichtstun ist ein sehr sehr wichtiges To-Do, das hast du schön gesagt, und sollte man sich öfter vor Augen halten. Die Balance dabei zu finden á la „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, ist oft nicht so leicht – aber ich denke, da arbeiten wir beide in jedem Fall schon dran 🙂

      Viele liebe Grüße an dich!
      Julia

      • Anna
        Posted 03/10/2016

        Auch mir sprichst Du da aus der Seele! Ich glaube, dass der wichtigste Tipp einfach der ist, seinem Herzen / Bauchgefühl whatever zu folgen. Und es hilft sich zu fragen, was passiert wenn man eine Aufgabe nicht erledigt. Geht dann die Welt unter? Und muss man immer die Erwartungen aller erfüllen? Oder reicht es schon, wenn man einfach nur seine selbst festgesteckten Ziele erfüllt.

        Ein tolles Buch zu dem Thema ist „Die Anleitung zum Unglücklichsein“. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher.

        Liebe Julia, ich hoffe wir sehen uns bald wieder! Beim Shopstyle-Frühstück hatten wir ja leider keine Zeit zum Quatschen.

        Liebe Grüße
        Anna von http://BUREAUStyle.com

  • Fashion Kitchen
    Posted 26/07/2016

    Als ich die ersten Zeilen gelesen habe, dacht ich. Oh spricht Julia da von mir?
    Genau diese Gedanken gehen mir auch viel zu oft durch den Kopf bzw. sind so gut wie täglich präsent.

    Ich hoffe ich schaffe bald den Absprung in „neues Leben“ und kann meine Leidenschaft zum Beruf machen. Du hast den Schritt ja schon gewagt und ich beneide dich wirklich. 🙂

    LG Anni

  • Meli
    Posted 26/07/2016

    Ein cooles, wunderschönes Outfit perfekt präsentiert an einem traumhaften Ort mit einem nachdenklichen, tiefsinnigen Artikel – besser geht´s nicht!! Habe deinen / euren Blog erst vor kurzem entdeckt und finde eure Arbeit große klasse, macht weiter so! Liebe Grüße, Meli

  • Manon B
    Posted 19/08/2016

    Nice outfit ! 🙂

    xOxo Manon B
    http://www.justanobsession.com

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